Zertifizierter Diplom-Lehrgang für Lebens-
und Sozialberatung | Psychosoziale Beratung

Aufnahmeseminar

 

  Termin:   hat im November stattgefunden 

Der Einstieg in den Lehrgang im Schuljahr 2018/19 ist jedoch noch möglich (Aufnahmeworkshop oder -interviews)

Bitte kontaktieren Sie Frau Baumann unter office@steigls.org oder 0660 / 49 255 60.

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Inhalte des Aufnahmeseminars:

  • Kennenlernen in der Gruppe
  • Entscheidung über die Eignung
  • Entscheidung über die Teilnahme

 

Ziele

  • Selbstdarstellung der InteressentInnen
  • Überprüfung der Eignungsvoraussetzungen, insbesondere der personalen und sozialen Kompetenzen

 

Leitung

  • Ruth Tesselaar

 

Dauer

  • 20 Unterrichtseinheiten*
  • Freitag Abend bis Sonntag Mittag

 

Das Aufnahmeseminar dient dem gegenseitigen Kennenlernen. 

Wir achten auf personale und soziale Kompetenz im Sinne von Belastbarkeit, Vertrauen, Kritikfähigkeit, Selbstwert, Erkennen eigener blinder Flecken, Flexibilität u.ä. Der Seminarverlauf mündet seitens der Leitung in die Entscheidung, Sie aufgrund des persönlichen Eindrucks in der Gruppe in den Lehrgang aufzunehmen. 

Dieser Prozess führt auch zu Ihrer Entscheidung, am Lehrgang teilnehmen zu wollen (oder nicht). 

Die eigene Entscheidung bzw. die Zulassung zur Absolvierung des Lehrganges erfolgt am Ende des Aufnahmeseminars. 

* 1 Unterrichtseinheit beträgt 45 Minuten 

Einführung in die Lebens- und Sozialberatung und Sozialphilosophie

Ziele

  • Entwicklung und Rahmenbedingungen der Lebensberatung in Österreich kennen lernen
  • Einführung in die Systeme der Sozialphilosophie
  • Einführung in die Soziologie, Methoden der Soziologie, Soziologie der Familie, Gemeinschaft, Gesellschaft, Institution

Leitung

Dr. Günther Bitzer-Gavornik

Dauer

20 Unterrichtseinheiten (Freitag Nachmittag und Samstag tagsüber)

A) Gruppenselbsterfahrung zur personalen Kompetenz

 

Ziele

Förderung der Selbstwahrnehmung

  • gute Wahrnehmung der eigenen Persönlichkeit
  • Kenntnis der Stärken und Schwächen
  • Einsicht in die eigene Problematik
  • Bewusstheit für die eigene Lebensgeschichte

Förderung des Selbstwerts

  • Wertschätzung und Akzeptanz der eigenen Person
  • Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten ohne Selbstüberschätzung
  • Erkennen der eigenen Grenzen

Förderung des Selbstausdrucks

  • Gefühle, Erlebnisinhalte, Wünsche, Gedanken adäquat zum Ausdruck bringen können

Förderung des Selbstsupports

  • Zugang zu eigenen Ressourcen
  • Bewältigung von Stress

Förderung der Stabilität

  • und Flexibilität

Förderung der Belastbarkeit

  • in Konfliktsituationen und bei Konfrontationen

B) Gruppenselbsterfahrung zur sozialen Kompetenz

Ziele

Förderung von

  • Fremdwahrnehmung und Einfühlungsvermögen
  • Kontakt-, Begegnungs- und Beziehungsfähigkeit (in Gruppe, Alltag und Beruf)

Inhalt

  •  Eigene Wünsche und Bedürfnisse erkennen und äußern können
  • Fähigkeit zur direkten und eindeutigen Kommunikation
  • Selbstbehauptung
    • Risikobereitschaft
    • Fähigkeit zur Kooperation
    • Verantwortung für sich und für die Beziehung zu anderen übernehmen können
    • Nähe/Distanz
      • sich auf andere Menschen einlassen,
      • sich aber auch abgrenzen können
    • Akzeptanz/Toleranz/emotionale Wärme
    • Kritikfähigkeit
      • Kritisieren
      • Kritik annehmen können
      • Selbstkritik

      Dauer 

      • 120 Unterrichtseinheiten
      • und 2. Semester
      • Die Gruppenselbsterfahrung beginnt und endet mit einem verlängerten Wochenende unter Einbeziehung eines Feiertages (z.B. Allerheiligen, Christi Himmelfahrt …), dazwischen gibt es 5 Seminare jeweils Freitag Abend und Samstag tagsüber.

      Fehlzeiten

      • Bei einer Fehlzeit von mehr als 12 Stunden ist ein Ersatzseminar zu besuchen.

      Leitung

      • Heinz Paul Binder, MSc

      Abschluss

      • Beurteilung durch die jeweiligen AusbildnerInnen
      • Einbeziehung der GruppenteilnehmerInnen
      • -> es können auch Auflagen erteilt werden

      Infos zur Einzelselbsterfahrung

Sozialeinrichtungen

Ziele

  • Kennenlernen der Eigenart und Arbeitsweisen der verschiedenen privaten und öffentlichen Sozial- und Gesundheitseinrichungen
  • Information über beratungsrelevante Sozialgesetze

Leitung

  • Mag.a Dr.in Sabine Hauser-Wenko

Dauer

  • 16 Unterrichtseinheiten
  • Freitag Nachmittag und Samstag tagsüber

Methodik der Lebens und Sozialberatung

 

Ziele

  • Erlernen der praktischen Berater/innen-Tätigkeit
  • Fähigkeit, Klient/innen in Problemsituationen beratend zu begleiten und bei der Entwicklung von Alternativen zu unterstützen
  • Kennenlernen von Methoden und Techniken der Paar- und Familienberatung

 

Inhalt

  • Wertschätzung und Achtung vermitteln
  • Würde und Autonomie fördern
  • Störungen, Konflikte und Probleme eines Menschen als Bewältigungsversuche respektieren
  • Konflikte als Herausforderung und damit als Chance für Entwicklungen wahrnehmen
  • Vorhandene Stärken aktivieren, Grenzen kennen und anerkennen lernen
  • Psychosoziale Interventionsformen und prozessuale Diagnostik in der Beratung
  • Gruppenprozesse und Förderung von Kompetenzen einer Gruppe kennen lernen
  • Gesellschaftliche und ethische Dimensionen als wichtigen Hintergrund in der Beratungstätigkeit berücksichtigen
  • Diese Aspekte ziehen sich wie ein roter Faden durch jeden Beratungsprozess, bilden jedoch Schwerpunkte in den verschiedenen Phasen
    • der Einsichtsgewinnung
    • der Entscheidungsfindung
    • und der Neuorientierung und Veränderung im Leben
  • Neben der Theorievermittlung und Reflexion bildet die praktische Übung der Berater/innen-Tätigkeit den Schwerpunkt dieses Ausbildungsteils. Stützende und aufdeckende Interventionen werden in Kleingruppen und im Plenum miteinander erprobt, wie Rollenspiel, Arbeit mit dem „leeren Stuhl“, Einbeziehung der Körperwahrnehmung, Entspannungstechniken, kreative Medien, Konfrontation, Visualisierung …

 

Ein Auszug der Seminartitel:

  • Das wahrnehmungsorientierte Handlungsprinzip der IGB
  • Konzept der Identität (5 Säulen)
  • Konzept der “Awareness” (Bewusstheit), Interventionstechniken zur Einsichtsförderung
  • Das tetradische Modell und Phasen nach D.Rahm
  • Kreative Medien in der Beratung
  • Klärung von Beziehungen – Übertragung – Gegenübertragung – Widerstand
  • Burnout-Prävention, Entspannungstechniken und Ressourcen, Psychohygiene
  • Sexualität in der Beratung/Einführung in die Paarberatung
  • …….

 

Leitung

Barbara-Maria Angerer, MSc
Harald Kölbl
Dr. Günther Bitzer-Gavornik (Theorieseminare)

 

Dauer

240 Unterrichtseinheiten (3. und 4. Semester)
Seminare ca. alle 3 Wochen jeweils Freitag Nachmittag und Samstag tagsüber

 

Abschluss

Beurteilung durch die jeweiligen Ausbildner/innen (unter Einbeziehung der GruppenteilnehmerInnen)
–> es können auch Auflagen erteilt werden

In Absprache mit den GruppenleiterInnen kann während dieses Teils der Ausbildung mit der selbständigen Beratungstätigkeit unter Einzelsupervision begonnen werden

Krisenintervention

 

 

Ziele

  • Krisengefährdungen und -situationen erkennen und entschärfen lernen
  • Die eigenen Grenzen erkennen und die Klienten gegebenenfalls weiterleiten, Informationen über Kooperationsmöglichkeit
  • Kennenlernen von Kriseninterventionsstellen

 

Inhalt

  • Umgang mit eigenen Krisen
  • Erfahrungen mit Krisenintervention
  • Verlauf von Krisen
  • Interventionen in Krisen: „Erste Hilfe“, innere Beistände, Probehandlungen, psychische und physische Entspannungsmöglichkeiten etc.
  • Psychose- und Suizidgefährdung
  • Krisenvermeidung
  • Exkursionen zu und Auseinandersetzung mit verschiedenen Praxisfeldern wie Frauenhaus, Kinderschutzzentrum, pro humanis u.ä.

 

Leitung

Dr. Günther Bitzer-Gavornik und FachreferentInnen

 

Dauer

80 Unterrichtseinheiten (2 Seminare je 3,5 Tage)
am Anfang und am Ende der Sommerferien nach dem 4. Semester

 

Fehlzeiten

Bei einer Fehlzeit von mehr als 8 UE ist ein Ersatzseminar o.ä. zu absolvieren

Grundlagen für Lebens- und Sozialberatung

in den angrenzenden sozialwissenschaftlichen, psychologischen, psychotherapeutischen, pädagogischen und medizinischen Fachbereichen 

 

Inhalt

  • Unterschiede, Abgrenzungen und Gemeinsamkeiten
  • zwischen Lebensberatung, Psychotherapie, Psychologie, Medizin (Fragen zu Schwangerschaft, Geburt und Empfängnisregelung) und Psychiatrie, Seelsorge, Pädagogik, Sozialarbeit und sonstigen Tätigkeiten im psychosozialen Umfeld
  • Anthropologische und philosophische Grundlagen in den angrenzenden Fachbereichen
  • Psychologische und pädagogische sowie kommunikationstheoretische Grundlagen

 

Leitung

FachreferentInnen und AusbildnerInnen der Akademie

 

Dauer

84 Unterrichtseinheiten
5 Seminare im 5. / 6. Semester jeweils Freitag NM/Abend und Samstag tagsüber

 

Fehlzeiten

Maximal 10 {8fdc11029eaf8b1b0258289b4ed24309567c3e3cfcc1fbf24b80c656349f7074} des jeweiligen Seminars, versäumte Seminare können im nächsten Lehrgang nachgeholt werden

 

Entsprechende Vorkenntnisse aus anderen Ausbildungen/Studien sind in Absprache mit Dr. Bitzer-Gavornik anrechenbar.

Einzelne Seminare können auch im 7. / 8. Semester absolviert werden.

 

Rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der LSB

> insbesondere Berufsrecht und Familienrecht <

 

 

Ziele

  • Rechte und Pflichten bei der Berufsausübung kennen lernen

 

Inhalt

  • Berufsrechtliche Themen
  • Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Lebens- und Sozialberatung (Allgemeine Rechtsfragen, Eherecht, Familienrecht u.ä.)

 

Leitung

Mag.a Dr.in Maria Moik, MA BA
Dr.in Christa Kohl-Rupp

 

Dauer

24 Unterrichtseinheiten
zwei Seminare im 5./6. Semester

 

Fehlzeiten

Maximal 10 {8fdc11029eaf8b1b0258289b4ed24309567c3e3cfcc1fbf24b80c656349f7074} des jeweiligen Seminars, versäumte Seminare können im nächsten Lehrgang nachgeholt werden

 

Entsprechende Vorkenntnisse aus anderen Ausbildungen/Studien sind in Absprache mit Dr. Bitzer-Gavornik anrechenbar.

Diese Seminare können auch im 7. / 8. Semester absolviert werden.

Betriebswirtschaftliche Grundlagen und Marketing

 

Ziele

  • Grundkenntnisse der Betriebsführung und Abrechnung erwerben
  • Strategien für die eigene Positionierung “auf dem Markt” entwickeln lernen

 

Inhalt

  • Buchführungspflichten, Betriebsführung
  • Steuerrechtliche Grundlagen
  • Kalkulation und Verrechnung
  • Marketing für Lebens- und SozialberaterInnen

 

Leitung

Sascha Groß-Jussel und FachreferentInnen

 

Dauer

16 Unterrichtseinheiten
ein Seminar im 5./6. Semester Freitag ab 17.00 Uhr und Samstag tagsüber

 

Fehlzeiten

Maximal 10 {8fdc11029eaf8b1b0258289b4ed24309567c3e3cfcc1fbf24b80c656349f7074} des jeweiligen Seminars, versäumte Seminare können im nächsten Lehrgang nachgeholt werden

 

Entsprechende Vorkenntnisse aus anderen Ausbildungen/Studien sind in Absprache mit Dr. Bitzer-Gavornik anrechenbar.

Dieses Seminar kann auch im 7. / 8. Semester absolviert werden.

Berufsethik und -identität

 

Ziele

  • Förderung der Fähigkeit zu ethisch reflektierter Beratungstätigkeit
  • Einordnung des Berufsbildes in den berufspolitischen Kontext

 

Inhalt

  • ethische Grundfragen
  • Standes- und Ausübungsregeln
  • Berufsbild und Tätigkeitsbereiche
  • Berufsidentität und Berufsorganisation

 

Leitung

Dr. Günther Bitzer-Gavornik

 

Dauer

24 Unterrichtseinheiten
zwei Seminare im 6. Semester 2 x Samstag tagsüber

 

Fehlzeiten

Maximal 2 Arbeitseinheiten, das Seminar kann im nächsten Lehrgang nachgeholt werden

Dieses Seminar kann auch im 8. Semester absolviert werden.

Den Abschluss des Lehrgangs bildet die Diplomprüfung.

 

Diese besteht aus:

 

  • schriftlicher Diplomarbeit
    Darstellung eines konkreten Beratungsprozesses mit theoretischer Reflexion oder ein frei gewähltes Theorie-/Praxisthema aus dem Bereich der Lebens- und Sozialberatung. Die Diplomarbeit wird von Dr. Günther Bitzer-Gavornik und einem/einer weiteren AusbildungsleiterIn begutachtet.
  • Abschlusskolloquium/Prüfungsgespräch
    Besprechung der Abschlussarbeit und von Themen aus den Teilen des Lehrganges. Das Abschlusskolloquium wird von Dr. Günther Bitzer-Gavornik unter Beiziehung von anderen AusbildnerInnen geleitet. Der Themenkatalog ist im Sekretariat erhältlich.

Zum Zeitpunkt der Diplomprüfung soll mindestens die Hälfte des Praktikums absolviert sein.

Nach Bestehen der Diplomprüfung erhalten die AbsolventInnen eine Diplomurkunde und das Zeugnis über den erfolgreichen Abschluss des Lehrganges für Lebens- und Sozialberatung.

Nach Absolvierung des Praktikums und der Einzelstunden (Einzelselbsterfahrung und Einzelsupervision) bestätigen wir den Abschluss der gesamten Ausbildung. Damit ist der reguläre Zugang zum Gewerbeschein für Lebens- und Sozialberatung möglich inkl. der Führung der Berufsbezeichnung

“Diplom-Lebensberater / Diplom-Lebensberaterin”

Einzelselbsterfahrung

 

Mit der Einzelselbsterfahrung (mind. 30 Std.) soll parallel zur Gruppenselbsterfahrung begonnen werden.

  • Die Einzelselbsterfahrung kann lt. gesetzlicher Verordnung bei jenen Lebens- und SozialberaterInnen absolviert werden, die zur Ausübung des Gewerbes der Lebens- und Sozialberatung berechtigt sind (kein ruhender Gewerbeschein!) und Einzel- und Gruppenselbsterfahrung im Gesamtausmaß von mindestens 250 Stunden absolviert haben.
  • Darüber hinaus kann die Einzelselbsterfahrung bei seit mindestens fünf Jahren eingetragenen PsychotherapeutInnen oder klinischen PsychologInnen/ GesundheitspsychologInnen absolviert werden. 

Wir empfehlen dringend, die Einzelselbsterfahrung in der Methode zu absolvieren, in der man sich selber in Ausbildung befindet. Wir legen besonders Wert darauf, dass unsere AusbildungskandidatInnen in einer Beratungsmethode wirklich grundlegend ausgebildet sind;

Fort- und Weiterbildungen kann und soll man neben der Ausbildung oder danach absolvieren. Nicht zuletzt wird unser Diplom in einer Fachrichtung ausgestellt.

  • Die Einzelselbsterfahrung soll nicht bei den LeiterInnen der eigenen Gruppenselbsterfahrung absolviert werden, um verschiedene Erfahrungsmöglichkeiten zu gewährleisten.
  • Die Einzelselbsterfahrung soll kontinuierlich erfolgen, womöglich eine Stunde pro Woche.
  • Die Einzelselbsterfahrung soll bei einem/r BeraterIn absolviert werden, um einen Entwicklungsprozess zu ermöglichen.
  • Es sind mindestens 30 Stunden zu absolvieren, für die meisten TeilnehmerInnen ist es sinnvoll, mehr Stunden für ihre Einzelselbsterfahrung in Anspruch zu nehmen.

Anrechnungen von Einzelselbsterfahrungsstunden vor der Ausbildung sind nach Rücksprache mit Dr. Bitzer-Gavornik eventuell möglich.

Auf Wunsch unserer AusbildungskandidatInnen haben wir zur Hilfestellung eine Empfehlungsliste erstellt (es besteht jedoch keine Verpflichtung, die Einzelselbsterfahrung bei einem/r der genannten KollegInnen zu absolvieren).

Die Liste (und die dazugehörigen Formblätter für die Bestätigung) ist im Akademie-Sekretariat erhältlich oder hier abrufbar: Liste Einzelselbsterfahrung.

Die Einzelselbsterfahrung ist mit dem/der jeweiligen BeraterIn direkt zu verrechnen.

Einzelsupervision

 

Die Einzelsupervision (mind. 20 Std.) begleitet die selbständige beratende Tätigkeit (als Teil des Praktikums).

Ziel und Inhalte der Einzelsupervision sind mit jenen der Gruppenvision ident.

Die Einzelsupervision kann lt. gesetzlicher Verordnung bei jenen Lebens- und SozialberaterInnen absolviert werden, die zur Ausübung der Lebens- und Sozialberatung berechtigt sind (kein ruhender Gewerbeschein) und eine Zusatzqualifikation von mindestens 100 Stunden in Supervisionsfortbildung nachweisen können.

Darüber hinaus kann die Einzelsupervision bei seit mindestens fünf Jahren eingetragenen PsychotherapeutInnen oder klinischen PsychologInnen/GesundheitspsychologInnen absolviert werden.

  • Wir empfehlen dringend, die Einzelsupervision in der Methode zu absolvieren, in der man sich selber in Ausbildung befindet. Wir legen besonderen Wert darauf, dass unsere AubsildungskandidatInnen in einer Beratungsmethode wirklich grundlegend ausgebildet sind; Fort- und Weiterbildungen kann und soll man neben der Ausbildung oder danach absolvieren. Nicht zuletzt wird unser Diplom in einer Fachrichtung ausgestelt.
  • Die Einzelsupervision soll nicht bei den LeiterInnen der eigenen Gruppensupervision absolviert werden, um verschiedene Erfahrungsmöglichkeiten zu gewährleisten.
  • Die Einzelsupervision soll erst absolviert werden, wenn man wirklich in der Beratung tätig ist, in Zweifelsfällen bitte um Rücksprache mit Dr. Günther Bitzer-Gavornik unter Tel.: 0316/386873

Die Einzelsupervision ist mit dem/der jeweiligen BeraterIn direkt zu verrechnen.

Auf Wunsch unserer AusbildungskandidatInnen haben wir zur Hilfestellung eine Empfehlungsliste erstellt, es besteht jedoch keine Verpflichtung, die Einzelsupervision bei einem/r der genannten KollegInnen zu absolvieren.

Diese Empfehlungsliste für SupervisorInnen und Formblätter für die Bestätigung sind im Akademie-Sekretariat erhältlich oder hier abrufbar: Liste Einzelsupervision.

Laufende Gruppensupervision

Die Gruppensupervision ist laut Bundesgesetzblatt zusätzlich zum Lehrgang vorgeschrieben (als Teil der fachlichen Tätigkeit/Praktikum) und wird an unserer Akademie wie folgt angeboten:

 

Ziel:

  • Förderung der Fähigkeit zu selbständiger und reflektierter Tätigkeit als Diplom-LebensberaterIn.

 

Inhalt:

  • Beraterische Bearbeitung und theoretische Reflexion von Konflikten, Problemen und Fragen im Praktikum und zur selbständigen Beratungstätigkeit
  • Supervision als beratendes Geschehen in seiner Auswirkung auf die KlientInnen und BeraterInnen
  • Supervision ist dabei weder reine Praxisanleitung noch Selbsterfahrung, wenngleich beide Aspekte oft zur Bearbeitung der auftauchenden Schwierigkeiten in Beratungstätigkeit wichtig sind.

 

Leitung:

  • Sr. Evelyne Ender rscj.
  • Dipl.Päd. Brigitte Semmler-Bruckner

 

Dauer:

  • 80 Arbeitseinheiten
  • 5./6. Semester (kann auch im 7./8. Semeser absolviert werden)
  • jeweils Freitag Abend und Samstags tagsüber

 

Abschluss:

  • Feedback durch die jeweiligen AusbildnerInnen und Einbeziehung der GruppenteilnehmerInnen

 

Fehlzeiten:

  • Bei einer Fehlzeit von mehr als 8 Arbeitseinheiten ist ein Ersatzseminar o.ä. zu absolvieren.


Fachliche Tätigkeit | Praktikum
| mindestens 750 Stunden 


Die fachliche Tätigkeit hat jedenfalls zu umfassen:

  • 100 protokollierte Beratungseinheiten (darunter mindestens 5 Erstgespräche und 2 abgeschlossene Beratungen)
  • 100 Std. Supervision (Einzel- und Gruppensupervision), davon mindestens 10 Einzelsupervisionseinheiten
    (Aufteilung an unserer Akademie: 80 Std. Gruppen-SV, 20 Std. Einzel-SV)

Folgende Tätigkeiten sind bis zu dem jeweils angegebenen Höchstmaß für die fachliche Tätigkeit anrechenbar:

  • Fachliche Beratungs-, Begleitungs- und Betreuungstätigkeit in einschlägigen Praxen oder Institutionen (max. 200 Std. anrechenbar)
  • Teilnahme an Gruppen beruflich einschlägig tätiger Personen, den sogenannten „Peergroups“, die am Anfang der Ausbildung gebildet werden (Prozessreflexion, Vertiefung der Lehrinhalte, Diskussion über Literatur, Übungen) (max. 100 Std. anrechenbar)
  • Leitung oder Fachliche Assistenz bei themenspezifischen Seminaren (max. 150 Std. anrechenbar)
  • Aufwand für Vor- und Nacharbeit der genannten Tätigkeiten (max. 150 Std. anrechenbar)

Einschlägige Berufserfahrungen in den genannten Bereichen können nach Absprache mit Dr. Günther Bitzer-Gavornik angerechnet werden.

Die ECTS*-Punkte betragen wie folgt:

 

Teil 1:    Diplom-Lehrgang für Lebens- und Sozialberatung / Psychosoziale  
              Beratung: 120 ECTS-Punkte

Lebens- und Sozialberatung: Einführung und Grundlagen in den Angrenzenden Fachbereichen)          15
Selbsterfahrung   8
Methodik der Lebensberatung  32
Krisenintervention  11
Ethische, rechtliche und
betriebswirtschaftliche Grundlagen
 10
Supervision   7
Praxis  26
Abschluss  11

Teil 2: Masterupgrade: 60 ECTS-Punkte

Grundlagen angewandter Forschung  15
Spezielle Methoden und aktuelle Fragen angewandter Forschung im Kontext der psychosozialen Beratung  15
Mastermodul  5
Masterarbeit  20
Masterprüfung  5  

 

*ECTS = European Credit Transfer System

Stundentafel

 

Unser Lehrgang dauert (inkl. Gruppensupervision) knapp 6 Semester, die einzelnen Module finden in folgendem Zeitrahmen statt:

 

Vor dem Lehrgang: Aufnahmeseminar (meist im Oktober/November)

 

1. Jahr (Semester 1+2)
– Einführung in die Lebens- und Sozialberatung/Sozialphilosophie
– Gruppenselbsterfahrung
– Sozialeinrichtungen (inkl. Infos zum Praktikum und Sozialgesetze)
– Medizinische Fragen zu Schwangerschaft, Geburt und Empfängnisregelung

 

2. Jahr (Semester 3+4)
– Methodik der Lebens- und Sozialberatung
– Krisenintervention 1 (Blockseminar im Juli)

 

3. Jahr (Semester 5+6)
– Krisenintervention 2 (Blockseminar Anfang September)
– Berufsethik und Berufsidentität
– Rechtliche Grundlagen in der LSB (Schwerpunkte Berufsrecht und Familienrecht)
– BWL und Marketing
– Einführung in die Psychiatrie/Psychotherapie/Psychologie/Sozialarbeit/Seelsorge
– Gruppensupervision

Masterupgrade für Psychosoziale Beratung an der UNI for LIFE in Graz

Aktuelle Methoden und Angewandte Forschung in der psychosozialen Beratung

Nach dem Lehrgang (und entsprechender Berufserfahrung) ist es möglich, das Masterupgrade für Psychosoziale Beratung an der Uni for Life zu absolvieren
(SteiGLS ist Kooperationspartner).

Dauer: 2 Semester, Abschluss mit MSc

Nähere Infos zu Inhalten, Voraussetzungen, Kosten etc. hier

(Ergänzungs)Seminare für die Erlangung der Gewerbeberechtigung

 Download Terminliste Schuljahr 2018/19

Anmeldungen bitte formlos per E-Mail.

Organisatorisches zum Lehrgang

Eignungsvoraussetzungen für die Ausbildung:

  • abgeschlossene Berufsausbildung oder Matura oder Tätigkeit im psychosozialen Bereich (in begründeten Fällen sind hier Ausnahmen möglich)
  • die erfolgreiche Absolvierung des Aufnahmeseminars zum Nachweis ausreichender personaler und sozialer Kompetenzen

Beginn:

Unsere Lehrgänge starten üblicherweise im Herbst, vor dem Lehrgang  findet jeweils ein Aufnahmeseminar statt. Nach dessen positiver Absolvierung ist die Teilnahme am Lehrgang möglich.

Dauer:

Der Lehrgang dauert bei durchgehender Absolvierung sechs Semester und umfasst 588 Stunden.

Seminarzeiten:

Der Lehrgang findet in Form von Wochenendseminaren statt (ca. ein bis zwei Mal im Monat), hauptsächlich freitags abends und samstags tagsüber.

Das Modul „Krisenintervention“ wird in Form von zwei Blockseminaren (je 3,5 Tage) am Beginn und am Ende der Sommerferien nach dem zweiten Ausbildungsjahr durchgeführt.

Seminarorte: Seminarräume im Raum Graz

Ausbildungsunterbrechung:

Die Ausbildung kann jederzeit unterbrochen werden, der Wiedereinstieg ist nach Rücksprache mit Akademieleiter Dr. Günther Bitzer-Gavornik möglich. Der Ausstieg aus dem Lehrgang ist ebenfalls jederzeit möglich, bezahlte Gebühren werden jedoch nicht rückerstattet.

Lehrgangskosten

  • Aufnahmeseminar:   € 300,00
  • Lehrgangskosten:     € 1.390,00/Semester  (für 6 Semester gesamt € 8.340,00)
  • Gruppensupervision: € 500,00/Semester   (für 2 Semester gesamt € 1.000,00) 
    Umsatzsteuerfrei, d.h. es wird keine MWSt. verrechnet. 

In den Semestergebühren sind die Kosten für den Lehrgangsabschluss (Abschlusskolloquium inkl. Begutachtung der Diplomarbeit) bereits enthalten. Die Gruppensupervision im Rahmen des Praktikums (fachliche Tätigkeit) kann im 5./6. Semester parallel zum Lehrgang oder anschließend absolviert werden.

Verrechnung:

  • Die Seminargebühren werden jeweils zu Beginn eines Semesters verrechnet.
  • Teilzahlungen sind möglich.

Der Ausstieg aus dem Lehrgang ist jederzeit möglich, bezahlte Gebühren werden jedoch nicht rückerstattet. Bei Teilzahlung müssen bei Lehrgangsausstieg die  gesamten Gebühren für das jeweils begonnene Semester (€ 1.390,00) bezahlt werden. Weitere Semestergebühren werden nicht mehr in Rechnung gestellt.

Was ist "Integrative Gestaltberatung" ?

Die Methode, die wir vermitteln, ist “Integrative Gestaltberatung” (IGB). Inhaltlich orientiert sich die IGB an der Gestalttherapie von Fritz und Lore Perls und Paul Goodman und an der Integrativen Therapie von Hilarion Petzold.

Der Begriff “Gestalt” stammt aus der Gestaltpsychologie, “Integrativ” weist auf die Einbeziehung theoretischer und praxeologischer Weiterentwicklungen hin. Menschen werden ganzheitlich in ihrer Leiblichkeit wahrgenommen, der Mensch wird als Körper-Seele-Geistwesen betrachtet in Verbundenheit mit der sozialen und ökologischen Umwelt.

Die Integrative Gestaltberatung sieht die Beziehung zwischen BeraterIn und KlientIn als die entscheidende Grundlage für die beraterische Arbeit. Sie richtet die Aufmerksamkeit darauf, was im Kontakt hier und jetzt offensichtlich wird – durch Sprache, Stimme, Gestik, Mimik, Körperhaltung, Bewegungsmuster …. und versucht, vom Offensichtlichen zu den Persönlichkeits- und Verhaltensmustern zu gelangen und diese – wo nötig – zu verändern.

Das Beratungsgeschehen wird als Prozess betrachtet, der KlientInnen zu größerer Einsicht, Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit in ihrem Lebenszusammenhang führen soll.

Dementsprechend versuchen BeraterInnen, ihre KlientInnen auf möglichst vielen Ebenen zu “erreichen”. D.h, die IGB arbeitet nicht nur auf verbaler Ebene, sondern setzt Übungen zur Verbesserung der Körperwahrnehmung und des Körperausdrucks ein sowie Rollenspiele und vielfältige kreative Techniken (Malen, Arbeiten mit Collagen, Musik, Bausteine, Symbolarbeiten, Imaginationsübungen ….).

Die IGB ist für Menschen jeden Alters geeignet und kann für die Arbeit in verschiedensten Problemfeldern und als Krisenintervention eingesetzt werden. Besonders KlientInnen, die daran interessiert sind, neben der Erreichung ihres Ziels insgesamt einen besseren Zugang zu sich selbst und ihrer Umwelt zu finden, werden von den vielfältigen Methoden und Techniken der IGB profitieren.

Wir stellen vor – die AusbildnerInnen an unserer Akademie:

Akademieleiter und SteiGLS-Vorsitzender Dr. Günther Bitzer-Gavornik

  • Psychologe/Pädagoge
  • Diplom-Lebensberater
  • Psychotherapeut und Lehrtherapeut für Integrative Gestalttherapie im ÖAGG – Österreichischer Arbeitskreis für Gruppentherapie und Gruppendynamik
  • Psychotherapeut für Integrative Therapie
  • IMAGO – Beziehungstherapeut und Paarberater (IGÖ)
  • PARTNERSCHULE-Trainer
  • Supervisor und Lehrsupervisor
  • Lehrbeauftragter an der Universität Graz und an der Donau-Universität Krems und diversen anderen Einrichtungen

Dr. Heinz Paul Binder MSc

  • Diplom-Lebensberater
  • Psychotherapeut – Integrative Gestalttherapie
  • Gesundheitswissenschaftler
  • Philosoph

Barbara-Maria Angerer MSc

  • Diplom-Lebensberaterin (Integrative Gestaltberatung)
  • Gestaltpädagogin und Gestalttrainerin (IIGS)
  • Coach
  • Weiterbildungen in Tanz- und Bewegungstherapie und im Bochumer Gesundheitstraining

Sr. Evelyne Ender rscj.

  • Diplom-Lebensberaterin (Integrative Gestaltberatung)
  • WKO-Expertin für Supervision
  • Mediatorin
  • Seelsorgerin
  • Exerzitienleiterin

Harald Kölbl

  • Diplom-Lebensberater (Integrative Gestaltberatung)
  • Paar- und Sexualberater
  • Wirtschaftscoach
  • Trainer in der Erwachsenenbildung

Ruth Tesselaar

  • Diplom-Lebensberaterin (Integrative Gestaltberatung)
  • Psychotherapeutin (Existenzanalyse)

Dipl.Päd. Brigitte Semmler-Bruckner

  • Diplom-Lebensberaterin (Integrative Gestaltberatung)
  • Gestaltpädagogin
  • Erwachsenenbildnerin
ColeiterInnen:
Als ColeiterInnen bei den Seminaren sind erfahrene Diplom-LebensberaterInnen / Integrative GestaltberaterInnen tätig:
– Adelheid Pendl-Meindl

FachreferentInnen:
– Univ.Prof. Dr. Gottfried Dohr
– Irma Fruhmann
– Sascha Gross-Jussel
– Mag.a Dr.in Sabine Hauser-Wenko
– Dr.in Christa Kohl-Rupp
– Dr.in Maria Moik
– Mag.a Ingrid Ulrich